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Mit Hilfe von KI zu schnelleren und sichereren Fahrzeug-inspektionen


Mechaniker mit Diagnosegerät in der Nähe eines Audi-Autos

Auf einen Blick

Wir haben der GTÜ – Deutschlands größter amtlich anerkannter Überwachungsorganisation für freiberufliche Sachverständige – geholfen, den KI-Assistenten „CoExpert“ zu entwickeln, der Prüfingenieuren einen effizienten Zugang zu Fachwissen ermöglicht und damit ihre Arbeit schneller und unabhängiger gestaltet.


Der Erfolg

CoExpert steigert die Arbeitsqualität der rund 2.700 Prüfingenieure, reduziert Hotline-Anrufe sowie die Inspektionszeit und positioniert die GTÜ als innovativen Partner für ihre Kunden.


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Schlüsseltechnologien & -Plattformen

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Demografischer Wandel trifft digitale Transformation

In Deutschland gibt es nur wenige Organisationen, die mit der Durchführung Millionen gesetzlich vorgeschriebener technischer Inspektionen betraut sind. Dementsprechend umkämpft ist der Markt um lizenznehmende Vertragspartner. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbh ist die größte amtlich anerkannte Überwachungsorganisation freiberuflicher Kraftfahrzeugsachverständiger und Prüfingenieure. Die Partner der GTÜ führen jährlich mehr als 4,7 Millionen Hauptuntersuchungen und über 8,3 Millionen Fahrzeuguntersuchungen durch – etwa an jedem sechsten Fahrzeug in Deutschland. Das macht die GTÜ zu einem wichtigen Pfeiler der deutschen Verkehrssicherheit sowie des Umweltschutzes.

Der demografische Wandel stellt die Organisation kurz- und langfristig vor eine doppelte Herausforderung: Der Fachkräftemangel und die knapp 20 Millionen Babyboomer, die bis 2036 in Rente gehen werden, erfordern, das über Jahre aufgebaute Wissen zu digitalisieren und langfristig zugänglich zu machen. Gleichzeitig muss die zunehmende Kluft zwischen Prüfern, die an veralteten, jedoch vertrauten Systemen festhalten, und jüngeren Digital Natives, die intuitive Tools erwarten, geschlossen werden.

Die Partnerbelange stehen dabei stets im Vordergrund: Der Support für die Prüfingenieure, die für die GTÜ arbeiten, kommt an erster Stelle. Das 20-köpfige Support-Team erhält jährlich über 60.000 Anrufe.

Ein KI-Assistent sollte die Support-Mitarbeiter bei einfachen Anfragen entlasten und ihnen ermöglichen, sich auf komplexe Anfragen zu konzentrieren. Gleichzeitig sollten Prüfingenieure ihre Untersuchungen schneller abschließen können, da sie nicht in der Warteschleife einer telefonischen Hotline warten müssen. 

„Wir möchten unseren Partnern nicht nur Vorteile bringen, sondern sie auch begeistern und zeigen, dass wir mit Herzblut bei der Sache sind“, erklärt Lukas Tomalla, Entwicklungsleiter der GTÜ.


Vom Konzept zur Umsetzung: Der Arbeitsplatz der Zukunft

Im Wettbewerb um Fachkräfte möchte die GTÜ mit dem „Arbeitsplatz der Zukunft“ einen langfristigen Wettbewerbsvorteil sichern. Den Grundstein hat das Unternehmen mit der 2021 eingeführten Online-Plattform „GTÜ+“ gelegt: Sie soll ein umfassendes und intuitives System für Prüfingenieure bieten und das bestehende System ablösen. CoExpert stellt aber die eigentliche Neuheit dar: Der KI-Assistent beantwortet Fragen von Prüfingenieuren in Sekundenschnelle – ganz gleich, ob auf mobilen Endgeräten oder dem Computer. Die Integration des KI-Helfers in GTÜ+ soll den Wert der Plattform für die täglichen Nutzer steigern und den Systemwechsel beschleunigen.

 

Die Anforderungen an die Entwicklung des KI-Assistenten waren anspruchsvoll: 24/7/365-Verfügbarkeit, fehlerfreie und vollständig nachverfolgbare Antworten, nahtlose Integration in GTÜ+, Beherrschung der Ingenieursprache und ausschließliche Verwendung interner Ressourcen. Besonders herausfordernd war der Zeitdruck für die Slalom-Teams: von der Idee bis zur Präsentation auf dem jährlichen Partner-Event waren es nur vier Monate. 

 

Nach ersten Experimenten hat die GTÜ schnell den Bedarf an externer Expertise für die Umsetzung des KI-Assistenten erkannt. „Mit Slalom hatten wir von Anfang an einen Partner, der uns professionell und auf Augenhöhe begegnet ist. Sie haben gleich zu Beginn bewiesen, dass sie unsere Systeme und unser Geschäftsmodell verstehen und in der Lage sind, uns schnell zu helfen“, sagt Philipp Schaffors, Produktmanager bei der GTÜ.

 

running on beach

Architektur mit Weitblick und beschleunigte Entwicklung

Auf der Basis von AWS Bedrock ist der GTÜ CoExpert eine ganzheitliche Lösung mit vier Kernkomponenten: Eine intuitive Schnittstelle für Nutzeranfragen, ein System, das eingespeiste Dokumente für die Vektordatenbank aufbereitet, ein Feedback-Mechanismus, der die Qualität der Antworten sicherstellt und ein Observability-Modul, das Einsichten in gegebene Antworten gibt, um kontinuierlich Verbesserungen vornehmen zu können.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor war der Einsatz des Slalom-eigenen KI-Accelerators als Grundgerüst, der die schnelle Umsetzung ermöglicht hat. 


Trotz Entwicklung unter enormem Zeitdruck hat Slalom zu jedem Zeitpunkt des Projekts mit klarem Fokus eine Vision des KI-Assistenten verfolgt. In kleinen Schritten haben sie uns innerhalb kürzester Zeit zum Ziel geführt.

Lukas Tomalla
Entwicklungsleiter der GTÜ

cruise port

Von Anfang an war der Wissenstransfer ein zentrales Anliegen. Slaloms Aufgabe war es nicht nur, eine Lösung zu liefern, sondern die GTÜ zu befähigen, KI-Anwendungen künftig selbst zu implementieren und zu warten. In der dritten Projektphase hat Slalom sein Wissen auf die GTÜ-Mitarbeiter übertragen, die CoExpert langfristig pflegen und die GTÜ zum Ausbau ihrer KI-Anwendungen befähigen sollen.

Direkter und messbarer Erfolg mit Zukunftsperspektive

Die ersten Erfolge von CoExpert lassen sich bereits feststellen. „Im April 2025 ist es uns zum ersten Mal in der Geschichte der GTÜ gelungen, dass die Zahl der monatlichen Anrufe bei der Technik-Hotline nicht weiter gestiegen ist“, freut sich Schaffors.

„Die Zusammenarbeit mit Slalom ist ein Investment in unsere Zukunft. Mit ihrer Daten- und KI-Expertise haben sie uns geholfen, vorhandene Daten wertschöpfend einzusetzen, langfristig Know-how aufzubauen und unsere Mitarbeiter auf diese Reise mitzunehmen. Das ist wichtig für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der GTÜ“, betont Thomas Emmert, Geschäftsführer der GTÜ. 

Nach dem ersten erfolgreichen Projekt arbeitet die GTÜ bereits an weiteren Innovationen. Das Ziel: Wie 1994, als die GTÜ mit der Einführung von EGUB (Elektronisch Gestützter Untersuchungsbericht) – das erste IT-System für Prüfingenieure – Pionierarbeit geleistet hat, möchte sich das Unternehmen mit Tools wie CoExpert erneut als Innovationsführer am deutschen Markt positionieren.



Der Einsatz und die Expertise des Slalom-Teams waren ausschlaggebend, uns einen langfristigen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. CoExpert ist für uns ein strategischer Schritt, künftig noch attraktiver zu sein für jüngere Zielgruppen – und damit für die Zukunft unserer Branche.

Thomas Emmert

Geschäftsführer der GTÜ


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