Ein Nachrichtenpublikum mit KI-gestützter Content-Discovery begeistern
Auf einen Blick
VISION
Wir haben dem Medienunternehmen Ströer geholfen, einen KI-Assistenten für ihr beliebtes Nachrichtenportal t-online.de zu entwickeln, der Millionen Lesern einen schnellen und sicheren Zugang zu relevanten Informationen ermöglicht.
Der Erfolg
Der KI-Assistent steigert die Interaktionsraten, verlängert die Verweildauer, verbessert die User Experience auf t-online.de und positioniert Ströer als einen Innovationsführer im Bereich KI-gestützter Medienangebote.
Kern-Services
Industrie
Medien und Kommunikation
Schlüsseltechnologien & -Plattformen
- Amazon SageMaker
- Amazon Bedrock
- AWS Lambda
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Entwickeln einer journalistischen KI-Lösung mit unverwechselbarer Handschrift
Ströer ist eines der führenden deutschen Medienhäuser, mit einem in der deutschen Medienlandschaft einzigartigen Geschäftsmodell. Das Unternehmen kombiniert die Geschäftssegmente Außenwerbung, digitale Medien und Dialogmarketing sowie Angebote aus den Bereichen E-Commerce und Data-as-a-Service (DaaS) miteinander. Die Ströer-Tochter t-online.de ist eines der ältesten und reichweitenstärksten Online-Nachrichtenportale Deutschlands. Das Portal bietet seinen Lesern journalistisch aufbereitete Nachrichten, Meinungen und Ratgeber, die nützliches Wissen vermitteln.
Um die Interaktion und Verweildauer der Leser auf t-online zu vergrößern und den Wissenstransfer zu erleichtern, wollte Ströer einen kundenorientierten KI-Assistenten entwickeln. Das Ziel: t-online-Nutzern Inhalte der Ratgeber effizient und personalisiert bereitstellen. Als KI-Assistent in einem journalistischen Umfeld, muss die Lösung dabei höchste Anforderungen an Datenqualität, Korrektheit, Sicherheit und die eigene redaktionelle Qualität und Tonalität erfüllen.
„Die Erwartungshaltung an digitale Services steigt stetig in der KI-Ära. Unser Ziel war es, einen KI-Assistenten zu entwickeln, der die redaktionelle Handschrift von t-online.de trägt und zugleich zuverlässig und sicher agiert“, beschreibt Robert Becker, Director Product Development, Ströer Content Group, die Ausgangslage. Heute können t-online-Nutzer den KI-Assistenten durch eigens formulierte oder vorkonfigurierte Fragen prompten und auf nützliche Antworten aus über 45.000 Ratgeberartikeln auf t-online zugreifen.
Umfassende Qualitätsanforderungen und eine kurze Entwicklungszeit
Von der ersten Idee bis zur Bereitstellung des KI-Assistenten hat es drei Monate gedauert. Die strikten Anforderungen an die Qualität und Individualität des KI-Assistenten in einem journalistischen Umfeld haben eine enge Zusammenarbeit zwischen Produktteam, Redaktion und Partnern erfordert. Die Partnerschaft von Ströer und Slalom war geprägt von offener Kommunikation, klaren Verantwortlichkeiten, kurzen Entscheidungswegen und einem hohen Maß an Transparenz.
Ein zentrales Prinzip der Entwicklung war die konsequente Nutzerorientierung. Der KI-Assistent wurde so konzipiert, dass er nicht nur inhaltlich korrekte Antworten liefert, sondern die Content-Discovery auf t-online.de mit vorkonfigurierten Fragen und Empfehlungen pro Seite gezielt unterstützt. „Uns war von Anfang wichtig, unsere Leserschaft transparent und nachvollziehbar auf die KI-Journey mitzunehmen. Das positive Feedback, die Interaktionsraten und Verweildauern zeigen, dass uns das gelungen ist“, sagt Becker.
Für manche t-online-Nutzer war der KI-Assistent der erste Berührungspunkt mit KI-Technologien. Die vorkonfigurierten Fragen haben die Anwender zusätzlich unterstützt, die gewünschten Ergebnisse auch ohne KI-Vorkenntnisse zu erhalten. Die vorgeschlagenen Interaktionen haben Ströer zudem ermöglicht, die Anzahl der KI-Anfragen zu steuern und dadurch die Kosten, die pro Anfrage entstehen, zu senken.
„Zu Projektbeginn hatten wir diverse Herausforderungen. Wir mussten das passende Modell wählen, um die Balance zwischen Qualität und Kosten zu gewährleisten. Zugleich musste die Technologie aus unserem Artikelarchiv mit mehr als 45.000 Texten automatisch sinnvolle Fragen generieren. Zudem mussten wir in der Lage sein, Sicherheit und Vertrauen durch KI-Leitplanken zu gewährleisten und den gesamten Prozess iterativ im Test-und-Lern-Ansatz zu optimieren“, sagt Ina Fuhrmann, Product Owner, Ströer Content Group.
Technologische Grundlage und Qualitätssicherung
Das branchenspezifische Know-how sowie die Kundenorientierung und -nähe von AWS und Ströers bestehende technologische Infrastruktur auf AWS-Basis haben das Unternehmen dazu bewegt, den KI-Assistenten auf Grundlage von Amazon Bedrock zu entwickeln. Technologische Komponenten für die natürliche Sprachverarbeitung, Personalisierung und Sicherheit ergänzen die Lösung.
Die integrierte Nutzerfeedbackfunktion erlaubt es zudem, den KI-Assistenten fortlaufend zu optimieren. Dafür bewerten Anwender erhaltene Antworten direkt im Anschluss positiv (Daumen hoch) oder negativ (Daumen herunter). Das Ströer-Team kann die negativen Bewertungen dann überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen an der KI vornehmen.
Enablement und nachhaltiger Kompetenzaufbau
Ein zentrales Anliegen für Ströer war es, die eigenen Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, die entwickelte KI-Lösung eigenständig zu betreiben und weiterzuentwickeln. In Trainings hat Slalom sein AWS-spezifisches technologisches Wissen und die wirtschaftlich gewinnbringende Entwicklung von KI-Lösungen auf die Ströer-Teams übertragen. „Der Ausbau von Know-how war ein Kernanliegen für uns. Slalom hat uns geholfen, das Wissen unserer Teams zu erweitern, den KI-Assistenten langfristig eigenständig zu betreiben und weiterzuentwickeln sowie das Wissen auf künftige KI-Lösungen im selben technologischen Umfeld anzuwenden“, sagt Becker.
Wirkung und Ausblick
Sechs Monate nach Einführung des KI-Assistenten auf t-online.de zeigen sich bereits messbare Erfolge: Die Interaktionsraten und durchschnittliche Verweildauer pro Nutzer sind gestiegen. „Aus heutiger Sicht hat sich das Projekt bereits für uns ausgezahlt“, resümiert Becker. Ströer nutzt diese Basis, um den KI-Assistenten sukzessive weiterzuentwickeln. Das Projekt war der Grundstein.