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Vertrieb 4.0: Digitalisieren Sie Ihr Vertriebswissen mit Agentforce Revenue Management

von Stefan Schaarschmidt
Two adults are seated at a table in a contemporary office environment, engaged in discussion while looking at a tablet device. The setting features industrial design elements, including exposed concrete and glass, with a staircase in the background. A glass of water is visible on the table, adding to the casual and collaborative atmosphere. The lighting is bright and natural, contributing to a professional yet relaxed mood.

Rechnen Sie noch oder verkaufen Sie schon?


Wer heute noch klassischen Vertrieb betreibt, dem entgehen Umsätze. Fragt ein Kunde nach einem individualisierten Angebot für eine komplexe Produktkonfiguration, beginnen die Vertriebsartisten, zu jonglieren. Excel-Tabellen oder diverse, historisch gewachsene Pricingsysteme werden durchforstet, abteilungsübergreifend werden Kollegen konsultiert und Rabattstrukturen werden mühsam rekonstruiert. Das alles nur, um fünf Tage später ein Angebot zu verschicken und festzustellen: Der Kunde hat sich inzwischen für den Mitbewerber entschieden.

Wenn bis 2035 knapp 20 Millionen Babyboomer den deutschen Arbeitsmarkt verlassen, wird das Problem sich weiter verschärfen. Denn mit diesen Menschen verlassen Jahrzehnte an Erfahrung den Arbeitsmarkt. Und besonders im Vertrieb komplexer Produkte – wie im Maschinen- und Anlagenbau, in der Fertigungsindustrie, im Retail oder bei technologisch variablen Produkten – befindet sich das entscheidende Wissen oft in den Köpfen einzelner Mitarbeiter. Wenn sie das Unternehmen verlassen, geht das Wissen mit ihnen und neue Mitarbeiter einzuarbeiten dauert aufgrund der Komplexität sehr lange.

Zeitgleich steigen die Anforderungen an den Vertrieb. Kunden erwarten individuellere Lösungen, die Variantenvielfalt nimmt zu und Angebote sollen immer schneller erstellt werden. Die Folge: Vertriebsmitarbeiter sind überfordert, weil sie isolierte Daten händisch zusammentragen müssen, Kunden sind frustriert, da sie Angebote nicht rechtzeitig erhalten und Umsätze entgehen, wenn Mitbewerber schneller sind.


Viele Probleme, eine Lösung: Wissen zentralisieren

Wenn die Probleme vielfältig sind, dann muss das neue Allheilmittel her: Künstliche Intelligenz. Die Versprechen von KI sind verlockend. Automatisierte Angebotserstellung, intelligente Preiskalkulation, autonome Prozesse. Doch oft wollen Unternehmen direkt zur Automatisierung springen, ohne die notwendigen Grundlagen zu schaffen.

KI ist so gut, wie die Daten, mit denen sie arbeitet. Wenn Ihr Produktwissen dezentral in Excel-Tabellen oder verschiedenen Systemen liegt, Rabattstrukturen historisch gewachsen sind, ohne nachvollziehbare Dokumentation und wenn Preismodelle nur von einzelnen Mitarbeitern verstanden werden, bleibt auch die beste KI wirkungslos.

Vorhandenes Wissen zu zentral zu digitalisieren, ist die Voraussetzung, um moderne Technologien und neue Mitarbeiter schnell produktiv einzusetzen und zu skalieren.


Eliminieren Sie die drei größten Zeitfresser im Vertrieb

Bei einem konkreten Blick auf die größten Schmerzpunkte im Vertrieb, rauben drei Aufgaben Ihren Vertriebsteams die meiste Zeit:

1. Technische Machbarkeiten klären

Kann das Produkt so konfiguriert werden, wie der Kunde es wünscht? Welche Abhängigkeiten müssen berücksichtigt werden? Welche Varianten schließen sich gegenseitig aus? Diese Fragen führen zu etlichen Rücksprachen mit der Technik.

2. Angebotsdokumente erstellen

Im Maschinen- und Anlagenbau kann allein die Erstellung eines Angebotsdokuments Wochen dauern. Produktbeschreibungen müssen zusammengestellt, technische Spezifikationen geprüft, rechtliche Klauseln eingefügt werden.

3. Preise kalkulieren und Margen optimieren

Vertriebsmitarbeiter müssen mit unzähligen Parametern jonglieren: Grundpreise, Mengenrabatte, Kundenkonditionen, saisonale Anpassungen, Wettbewerbssituation. Die Optimierung der Marge wird zur Wissenschaft für sich.

Diese Aufgaben können heute bereits von KI-Agenten übernommen werden – vorausgesetzt, die Grundlagen stimmen.


Vier Reifegrade für den autonomen Vertrieb

Das Slalom Framework für die Transformation des Vertriebs sieht vier klar definierte Reifegrade vor, die Ihre Organisation durchlaufen muss:

Reifegrad 1: Wissen digitalisieren

Vor allem Ihre erfahrenen Mitarbeiter verfügen über wertvolle Wissensschätze. Diese müssen ihren Weg aus den Köpfen in Ihre Systeme finden. Produktkataloge, Konfigurationsregeln, Preislogiken müssen strukturiert erfasst und zentral verfügbar sein.

Reifegrad 2: Prozesse neu gestalten

Der Vertriebsprozess muss so gestaltet sein, dass er sowohl digital als auch manuell reibungslos funktioniert. Brüche zwischen Systemen und ineffiziente Prozesse müssen beseitigt und Schnittstellen müssen definiert werden, um lange Wartezeiten und unnötige Reibungen zu vermeiden.

Reifegrad 3: Automatisierung einführen

Jetzt macht Automatisierung Sinn. Lassen Sie Ihre Systeme für sich arbeiten und repetitive Aufgaben erledigen, indem sie ganze Workflows digitalisieren. Die Automation entfaltet ihre volle Power mit einem wachsenden Ökosystemen an Tools und Daten.

Reifegrad 4: KI-Agenten einsetzen

Wenn Sie bereits über automatisierte Prozesse verfügen, fehlt nicht mehr viel, um KI-Agenten einzusetzen. Diese können autonom agieren, Entscheidungen treffen und Prozesse selbstständig steuern – mit minimaler menschlicher Aufsicht.


Zur Vertriebstransformation mit Agentforce Revenue Management

Eine Lösung, die bei der ganzheitlichen Vertriebstransformation hilft, ist Salesforce Agentforce Revenue Management (ARM) – die Weiterentwicklung der früheren Revenue Cloud. ARM deckt den gesamten Prozess von der ersten Kundenanfrage über die Angebots- und Rechnungserstellung bis hin zum Subscription Management ab und adressiert die größten Herausforderungen der Vertriebsteams.

Der Kern jeder Vertriebstransformation ist das Catalog Management. Ihr gesamter Produktkatalog – von einfachen SKUs hin zu hochkomplexen Maschinenkonfigurationen – wird zentral verwaltet, indem Sie einmal die Struktur Ihrer Produkte, deren Attribute, möglicher Varianten und Abhängigkeiten definieren.

Das Product Configuration Model geht sogar einen Schritt weiter: Hier legen Sie die Regeln fest, die bestimmen, welche Produktkombinationen technisch möglich sind. Wenn beispielsweise Motor A nur mit Getriebe B kompatibel ist, wird diese Logik im System hinterlegt. Ihre Vertriebsmitarbeiter müssen technische Machbarkeiten somit nicht mehr klären. Die Konfiguration wird durch intelligente Regeln geführt. Unabhängig von Erfahrung oder Betriebszugehörigkeit wird das Wissen Ihrer Produktentwicklung und Ihres technischen Vertriebs wird für jeden nutzbar.

Beim Price Management bilden Sie Ihre gesamte Preislogik ab: Listenpreise, kundenspezifische Konditionen, Mengenrabatte, saisonale Anpassungen, Wettbewerbspreise. Was früher in dezentralen Excel-Tabellen gepflegt wurde und nur von wenigen Experten verstanden wurde, liegt jetzt strukturiert in einem System. Neue Mitarbeiter können sofort nachvollziehen, wie sich ein Preis zusammensetzt. Und wenn ein erfahrener Kollege das Unternehmen verlässt, bleibt die Preislogik erhalten.





Mit durchgängigen Prozessen schnell von der Konfiguration zum Auftrag

Sobald die Grundlagen stehen, kommt die eigentliche Vertriebstransaktion ins Spiel. Das CPQ-Modul (Configure-Price-Quote) ist der Antrieb Ihres Vertriebsteams. Hier laufen alle Fäden zusammen: Die Produktkonfiguration, die Sie im Catalog Management definiert haben, Preisregeln aus dem Price Management, und individuelle Kundenanforderungen.



Vom Angebot zum Auftrag: Nahtlose Übergänge

Wenn der Kunde zusagt, beginnt die nächste Phase. Hier zeigt sich, ob Ihre Systeme wirklich integriert sind oder Medienbrüche bestehen. Das Contracts-Modul überführt akzeptierte Angebote in rechtsgültige Verträge. Konditionen, Laufzeiten und Leistungsbeschreibungen werden automatisch übernommen. Änderungen am Vertrag werden versioniert und nachvollziehbar dokumentiert.




Two adults are engaged in a discussion at a bright, modern office workspace. One person gestures toward a laptop and tablet on a white desk, suggesting a collaborative or planning activity. Large windows provide natural light, and the setting appears professional and contemporary. No visible text or numeric values are present in the image.

Reifegrad 5: Der Vertriebsmitarbeiter 4.0

Mit neuen, automatisierten Prozessen, verändert sich die Rolle Ihres Vertriebsteams fundamental. Statt tagelang Angebot zu erstellen, können sich Ihre Mitarbeiter wieder auf das konzentrieren, was wirklich zählt: Die Beziehung zum Kunden.

Doch die neue Freiheit erfordert auch neue technologische Kompetenzen. In vielen Unternehmen beschränkt sich das Enablement der Vertriebsmitarbeiter auf Prompting – also das Formulieren von Anfragen an KI-Systeme. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch darin, Kunden- und Produktanforderungen präzise zu formulieren. KI-Systeme werden zwar immer besser, aber bei hochkomplexen Produkten bleiben gute Ergebnisse aus, wenn die Eingaben schwammig sind. Das Verständnis für die Grenzen von KI sowie präzise Kommunikation werden damit zu neuen Kernkompetenzen für Ihre Mitarbeiter.


Neue Geschäftsmodelle erschließen durch neue Grundlagen

Mittel- bis langfristig geht die Vertriebstransformation weit über Effizienzgewinne hinaus. Veränderte Kundenbedürfnisse erfordern neue Vertriebswege. Denken Sie an Ihr eigenes Verhalten: Ob beruflich oder privat – KI beschleunigt bereits heute viele Prozesse. Ihre Kunden erwarten diese Geschwindigkeit, Self-Service-Optionen und automatisierte Prozesse auch von Ihnen.

Mit der richtigen Datenbasis und intelligenten Systemen verkürzt sich der Weg vom ersten Kontakt zum fertigen Angebot drastisch. Wissensdigitalisierung ist nicht nur die Grundlage für Prozessoptimierung. Sie ermöglicht einen kürzeren Time-to-Market, agilere Geschäftsmodelle neue Märkte zu erschließen. Ihr Vertrieb kann in Zeiten des Fachkräftemangels mit kleineren Teams größere Märkte bedienen, schneller auf Kundenanfragen reagieren und den Weggang erfahrener Mitarbeiter kompensieren.


Der Weg nach vorne: Pragmatisch aber visionär

Die Frage lautet nicht mehr, ob KI-Agenten den Vertrieb verändern werden – sondern wann Sie die notwendigen Schritte gehen. Diese Schritte helfen Ihnen, den richtigen Weg einzuschlagen:

Beginnen Sie mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Wo liegt Ihr Wissen? Wie sind Ihre Prozesse dokumentiert? Welche Daten sind digital verfügbar?

Priorisieren Sie die Digitalisierung von Wissen. Investieren Sie in die Strukturierung Ihrer Produktkataloge, Preislogiken und Konfigurationsregeln. Das ist weniger glamourös als KI-Projekte, aber deutlich wirkungsvoller.

Denken Sie in durchgängigen Prozessen. Von der Produktdefinition über die Angebotserstellung bis zur Auftragsabwicklung: Jeder Medienbruch kostet Zeit und birgt Fehlerquellen. Eine integrierte Plattform, die den gesamten Quote-to-Cash-Prozess abdeckt, zahlt sich langfristig aus.

Befähigen Sie Ihre Mitarbeiter. Technologie allein reicht nicht. Ihre Vertriebsmitarbeiter brauchen Training, um die neuen Systeme effektiv zu nutzen und die gewonnene Zeit sinnvoll einzusetzen. Change-Management ist erfolgskritisch.

Arbeiten Sie agil. Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen. Beginnen Sie mit einem überschaubaren Produktbereich, sammeln Sie Erfahrungen, optimieren Sie und skalieren Sie dann. Der iterative Ansatz reduziert Risiken und ermöglicht schnelle Erfolge.

Und vergessen Sie nicht: Die erfolgreichsten Transformationen beginnen nicht mit der Technologie, sondern mit den Menschen und ihrem Wissen. Die Babyboomer verabschieden sich sukzessive in Rente. Ihr Wissen muss bleiben. Jetzt ist der Zeitpunkt, die Grundlagen für den Vertrieb der Zukunft zu legen.


Vier Reifegrade für den autonomen Vertrieb

Das Slalom Framework für die Transformation des Vertriebs sieht vier klar definierte Reifegrade vor, die Ihre Organisation durchlaufen muss:

Reifegrad 1: Wissen digitalisieren

Vor allem Ihre erfahrenen Mitarbeiter verfügen über wertvolle Wissensschätze. Diese müssen ihren Weg aus den Köpfen in Ihre Systeme finden. Produktkataloge, Konfigurationsregeln, Preislogiken müssen strukturiert erfasst und zentral verfügbar sein.

Reifegrad 2: Prozesse neu gestalten

Der Vertriebsprozess muss so gestaltet sein, dass er sowohl digital als auch manuell reibungslos funktioniert. Brüche zwischen Systemen und ineffiziente Prozesse müssen beseitigt und Schnittstellen müssen definiert werden, um lange Wartezeiten und unnötige Reibungen zu vermeiden.

Reifegrad 3: Automatisierung einführen

Jetzt macht Automatisierung Sinn. Lassen Sie Ihre Systeme für sich arbeiten und repetitive Aufgaben erledigen, indem sie ganze Workflows digitalisieren. Die Automation entfaltet ihre volle Power mit einem wachsenden Ökosystemen an Tools und Daten.

Reifegrad 4: KI-Agenten einsetzen

Wenn Sie bereits über automatisierte Prozesse verfügen, fehlt nicht mehr viel, um KI-Agenten einzusetzen. Diese können autonom agieren, Entscheidungen treffen und Prozesse selbstständig steuern – mit minimaler menschlicher Aufsicht.


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